Was sind Autoflowering Cannabispflanzen?
Autoflowering Cannabispflanzen, auch selbstblühende Cannabispflanzen genannt, sind eine spezielle Art von Cannabis, die unabhängig von der Photoperiode automatisch in die Blütephase übergehen. Diese Eigenschaft unterscheidet sie von photoperiodischen Sorten und macht sie besonders attraktiv für Grower, die im Cannabisanbau nach Einfachheit, Schnelligkeit und Flexibilität suchen. Ihre einzigartigen Merkmale gehen auf die genetische Herkunft von Cannabis ruderalis zurück, einer robusten Unterart, die in harschen Klimazonen wie Russland und Zentralasien vorkommt.
Im Gegensatz zu photoperiodischen Pflanzen gehen Nachkommen der Ruderalis automatisch in die Blüte – unabhängig von Tages-, Nachtlänge und damit auch der Jahreszeit. Der zugrundeliegende genetische Mechanismus (u. a. der sogenannte Autoflower1-Genlocus) ist mittlerweile molekularbiologisch recht genau kartiert[1].
Automatics blühen altersbasiert statt lichtabhängig und schaffen es teils in unter 70 Tagen von der Aussaat bis zur Ernte. Sie sind robuster gegenüber Kälte, brauchen im Schnitt weniger Cannabis Dünger als photoperiodische Pflanzen, reagieren dafür aber empfindlich auf Stress wie Umtopfen. Für den Cannabisanbau im deutschsprachigen Raum sind sie besonders für Outdoor-Grower interessant, die dem Herbstwetter davonwachsen wollen. Ein stabiles, gepuffertes Living Soil reduziert dabei genau die Stressfaktoren, auf die Automatics am empfindlichsten reagieren.
Herkunft: Cannabis ruderalis
Ihre einzigartigen Merkmale gehen auf die genetische Herkunft von Cannabis ruderalis zurück – einer robusten Unterart, die in harschen Klimazonen wie Russland und Zentralasien beheimatet ist. Durch ihre Herkunft sind Automatics robuster gegenüber Kälte und Temperaturschwankungen als klassische photoperiodische Sorten, was sie gerade für unsichere Outdoor-Saisons im Cannabisanbau interessant macht.
Vorteile: Warum Autoflowering im Homegrow so beliebt ist
In der Regel haben Autoflowers einen kürzeren Lebenszyklus – teilweise brauchen sie vom Samen bis zur Ernte weniger als 70 Tage, andere Sorten liegen eher im Bereich von 70 bis 80 Tagen. Früher ging dieser kürzere Lebenszyklus spürbar auf Kosten des Ertrags, moderne Genetiken haben diesen Rückstand gegenüber photoperiodischen Sorten aber deutlich verkleinert, auch wenn Photos im direkten Ertrag pro Pflanze meist noch knapp vorne liegen.
Durch ihr kürzeres Wachstum verbrauchen Automatische Cannabispflanzen im Durchschnitt weniger Nährstoffe, weswegen ihr beim Cannabis Dünger eher weniger als mehr geben solltet – zu konzentrierte Düngergaben führen bei Automatics schneller zu Nährstoffverbrennungen als bei photoperiodischen Pflanzen.
Lichtzyklus: Wie viel Licht brauchen Automatics wirklich?
Im Normalfall werden Automatics indoor mit 18 bis 20 Stunden Licht beleuchtet – dieser Zyklus kann vom Keimling bis zur Ernte beibehalten werden, da die Blüte ja ohnehin altersbasiert und nicht lichtabhängig einsetzt. Mehr tägliche Lichtmenge (höhere Daily Light Integral) kann dabei den Ertrag durchaus steigern, da Cannabis allgemein sehr lichthungrig ist[2]; 20 Stunden bringen gegenüber 18 Stunden also tendenziell etwas mehr Wachstum, allerdings auch mehr Strom- und Wärmelast. Ein 18/6-Zyklus mit kurzer Dunkelphase gilt inzwischen als guter, energiesparender Kompromiss, ganz ohne dabei nennenswert Ertrag zu opfern.
Outdoor: Der Trumpf im deutschsprachigen Klima
Bei uns im deutschsprachigen Raum rennen wir als Outdoor-Grower oft der Zeit hinterher – im Herbst wird's nass, kalt und die Tage kurz. Hier glänzen Automatics: Durch den deutlich verkürzten Lebenszyklus kann der Winter kommen, die Damen sind dann bereits eingeglast. In besonders warmen und sonnenreichen Regionen sind teilweise sogar zwei Durchgänge pro Saison möglich.
Die Schattenseite: Stressempfindlichkeit und Umtopfen
Trotz ihrer Robustheit sind selbstblühende Cannabispflanzen in Punkto Umtopfen und externem Stress anfälliger als photoperiodische Hanfpflanzen. Der Grund liegt im festen, altersbasierten Zeitfenster: Eine photoperiodische Pflanze kann nach Stress einfach länger in der Wachstumsphase verharren und den Rückstand aufholen. Eine Automatic tut das nicht – ihre innere Uhr läuft unabhängig vom Zustand der Pflanze weiter, wodurch verlorene Wachstumszeit meist nicht mehr aufgeholt werden kann und der Ertrag entsprechend geringer ausfällt[3]. Forschungen an Autoflowering-Nutzhanf bestätigen zudem, dass ein möglichst frühes Umtopfen – am besten innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Keimung – deutlich bessere Ergebnisse liefert als ein späterer Wechsel in den Endtopf[4].
Diesbezüglich empfiehlt sich ein Einsetzen direkt in den Endtopf, sowie das sorgfältige Planen und effiziente Nutzen der recht kurzen Wachstumsphase.
Automatics und Cannabis Dünger: weniger ist mehr
Weil das Zeitfenster für Wachstum so knapp bemessen ist, verzeiht eine Automatic-Pflanze klassische Anfängerfehler beim Cannabis Dünger schlechter als eine photoperiodische Sorte: Sowohl Überdüngung als auch Umtopf-Stress kosten unwiederbringlich Zeit und damit Ertrag. Ein stabiles, organisch gepuffertes Living Soil-Substrat nimmt euch hier einen Teil des Risikos ab, da Nährstoffe gleichmäßiger und bedarfsgerechter freigesetzt werden, statt in Konzentrationsspitzen auf die empfindlichen jungen Wurzeln zu treffen.
GREEN NODE Living Soil
Gerade für Automatics ideal: gepufferte Nährstoffe statt Nährstoffprobleme in der kurzen Wachstumsphase.
Direkt in den Endtopf einsetzen, gießen, wachsen lassen – ganz ohne Umtopf-Stress oder Dünger-Feintuning.
Jetzt Living Soil entdeckenFazit
Automatics geben euch im Cannabisanbau Tempo, Robustheit gegenüber Kälte und ein knappes, aber verlässliches Zeitfenster von der Aussaat bis zur Ernte. Im Gegenzug verzeihen sie Umtopf-Stress und Überdüngung deutlich schlechter als photoperiodische Sorten, weil verlorene Zeit sich nicht mehr aufholen lässt. Wer früh in den Endtopf setzt, beim Cannabis Dünger eher sparsam bleibt und auf ein stabiles Substrat wie GREEN NODE Living Soil setzt, nimmt Automatics genau das Risiko, das sie sonst anfällig macht.
Quellen
- Identification and mapping of major-effect flowering time loci Autoflower1 and Early1 in Cannabis sativa L (2022) – ncbi.nlm.nih.gov
- Examining the "Night Break" Method in Cannabis sativa Horticulture: Vegetative Daily Light Integral Affects Yield of Extractable Biomass, Plants (2025) – ncbi.nlm.nih.gov
- Stop Production Stalls (Whipker et al., NC State), Cannabis Business Times – cannabisbusinesstimes.com
- Research Explores How to Reduce Transplanting Stress in Autoflowering Hemp, Cannabis Business Times – cannabisbusinesstimes.com